Programmieren mit Java IIhttp://sol.cs.hm.edu/4129Inhaltsverzeichnis
7. Netzwerkprogrammierung7.1 Grundlagen
7.1.6 Symbolische Hostnamen
Eingängiger Ersatz für IP-Adressen
IP-Adressen reichen im Grunde aus, um einen Rechner im Internet zu identifizieren. Allerdings lassen sich vierteilige Codes nicht gerade leicht merken. Daher haben sich symbolische Hostnamen durchgesetzt, die nichts anderes als eingängige Synonyme für numerische IP-Adressen sind.
Symbolische Hostnamen[10]
Der Begriff Hostname steht im Weiteren immer für symbolische Hostnamen, der Begriff IP-Adresse für eine numerische IP-Adresse.
sind Strings aus Elementen, die mit Punkten getrennt sind, wie zum Beispiel:[11]
Die Punkte in Hostnamen haben nichts mit den Punkten in IP-Adressen zu tun! Der Rechner mit dem Hostnamen sol.cs.hm.edu hat die IP-Adresse 129.187.208.11. Aber dabei entspricht sol nicht dem ersten Byte 129, cs dem zweiten Byte 187 und so weiter.
sol.cs.hm.edu
Hierarchische Organisation in Domains
Hostnamen sind in einem Baum organisiert. Wohlgemerkt, es geht hier nur um die Organisation der Hostnamen, nicht um die Rechner mit diesen Namen.
Von hinten nach vorne gelesen definieren die Elemente eines Hostnamens einen Pfad, der bei der Wurzel des Namensraums beginnt und an einem Blatt endet.[12]
Die Schreibweise ist also gerade andersherum als bei Pfadnamen im Filesystem. Dort steht das oberste Directory vorne und der Filename selbst hinten.
Der Hostname sol.cs.hm.edu führt von der anonymen Wurzel zuerst zum Knoten edu, der auf der obersten Ebene (top level) liegt, von dort zum Knoten hm, weiter hinab zum Knoten cs und schließlich zum Knoten sol: image/svg+xml / edu de org hm stanford mit cs www ee sol priv www Toplevel-Domains Second-Level-Domains ... ... ... ... ... ... ... ... Als Domainname wird jeder Pfad in diesem Baum bezeichnet, ob er bei einem Blatt endet oder nicht. Im letzten Fall steht er für einen ganzen Teilbaum. Beispielsweise ist hm.edu der Domainname der Hochschule München. Ein Hostname ist ein Domainname, der an einem Blatt endet und damit genau einen Host identifiziert.
Toplevel- und untergeordnete Domains
Domainnamen sind weltweit abgestimmt, ebenso wie IP-Adressen, und stehen unter der Obhut der ICANN. Besonders defensiv verfährt die ICANN mit den Namenselementen auf der obersten Ebene, den Toplevel-Domains [13]
Die Liste aller TLDs ist auf http://www.iana.org/domains/root/db zu finden.
(TLD). Die meisten Toplevel-Domains sind Länderkürzel[14]
Ländernamen und TLDs listet http://www.iso.org/iso/list-en1-semic-3.txt auf.
, wie zum Beispiel de für Deutschland oder li für Liechtenstein. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von generischen Toplevel-Domains für Organisationsformen und Geschäftsbereiche. Beispiele sind edu für Bildungseinrichtungen, org für nichtkommerzielle Organisationen und post für Logistikunternehmen. Darüber hinaus sind einige TLDs für besondere Zwecke reserviert, wie test zum Testen und invalid als ausdrücklich ungültige Domain.[15]
Erschöpfende Auskunft gibt http://tools.ietf.org/html/rfc2606.
Wie bei IP-Adressen kümmern sich nationale Organisationen um die Domainnamen unter der entsprechenden Toplevel-Domain. So verwaltet das DENIC außer IP-Adressen auch die Domainnamen in der Toplevel-Domain de. Diese Delegation setzt sich Ebene für Ebene fort. Die Domainnamen unter hm.edu werden innerhalb der Hochschule München vergeben. Beispielsweise ist cs.hm.edu der Domainname der Fakultät für Informatik und Mathematik an der Hochschule München. Die Namen in der Domain cs.hm.edu organisiert wiederum die Fakultät in eigener Regie.
Die Schachtelungstiefe von Domains ist offen. Allerdings sind Domainnamen auf maximal 253 Zeichen Länge begrenzt.